Morgens um 7 im Spätzleland 

Abgelegt unter: Schwabenland on Mittwoch, Juli 30th, 2008 by Marinius | Keine Kommentare

Ich schliesse meine Tür und gehe den lecker “Kehrwochen-mäßig” gewischten Flur hinab und raus zur Tür. Es liegt Frühnebel auf den Autos und ein Güllegeruch in der Luft, der Einem sagt: “Welch ein wunderbarer und fruchtbarer Tag für all diejenigen die auf Phosphate aus Schweinescheisse angewiesen sind.”

Ich hoffe nur dass der Regen tatsächlich kommt der mir heute morgen in den Nachrichten versprochen wurde. Keine Lust nochmal so widerwärtig zu schwitzen wie gestern.

Anders als der Biomais auf dem Güllefeld, sind schwäbische Hausmütterchen irgendwie so gar nicht glücklich. Es scheint als würden diese nach 20 Jahren Hausfrauen-Dasein endlich kapieren, dass so ein ödes dahinvegetieren doch nicht die Erfüllung des Lebenstraumes einer modernen Frau ist. Obwohl Ihnen das ja immer wieder so suggeriert wurde, kann die schwäbische Frau an sich auch arbeiten gehen ohne dass ihre Kinder zu Crackrauchende und amoklaufenden Zivilversagern werden.

Ich glaube ich schweife ab. Eigentlich wollte ich darüber berichten, dass die meisten schwäbischen Hausfrauen (erkennbar am Bulldoggengesicht mit den nach unten verlängerten Mundwinkeln) irgendwie so aussehen als hätten sie bis ins hohe Alter und trotz der Wechseljahre weiterhin ihre Tage, aber diese dann in einem täglichen Rhythmus. Und irgendwie bekommen Sie mit Leichtigkeit einen Gesichtsausdruck zustande der Einen unwillkürlich glauben läßt, sie hätten ihre Slipeinlagen mit Zitronenwasser auswaschen und immer wieder neuverwenden müssen.

Ok diese Gedanken sind ein wenig widerwärtig aber ich bin heute selbst nicht so richtig gut drauf ;)

P.S.: Ne Stuhlprobe nehmen is ken Spaß.

Holland und andere Vorkommnisse 

Abgelegt unter: Allgemein on Dienstag, Juli 1st, 2008 by Marinius | Keine Kommentare

So bin wieder zurück vom Lehrgang im ach so schönen Holland.

Zweck der Reise war ein Lehrgang um mich darüber zu belehren wie man am besten nen Feuerlöscher bedient und wie man, wenn alles scheitert, dann von ner Ölbohr-Plattform hüpft ohne sich den Arsch beim Aufprall aufzureissen.

Soweit so spannend. Bei meiner Ankunft aufm Flughafen musste ich kurz stutzen als die Passaigere vor mir fast direkt von der Treppe gefallen sind. Grund dafür dürfte der Sturm gewesen sein der da die nächsten 2 Tage wüten sollte. Schätzungsweise 1Million Stundenkilometer schnelle Winde sind nix angenehmes. Bei der Fahrt übers Land hab ich den eindeutigen Eindruck gewonnen, dass Holland komplett aus Wind und Tulpen besteht. Berge gibts keine, dafür aber extrem viel Wasser überall.

Beim Lehrgang selbst hat sich mal wieder bewahrheitet was wohl eine Weltweisheit zu sein scheint. Erstens, Deutsche gibt es überall und zweitens, in jeder Gruppe von Leuten die sich nicht kennen gibt es genau einen Deppen der mich durch seinen vehementen Hang zur Atmung zur Weissglut treibt. Auch diesmal war selbstverständlich solch ein Fred diesmal auch dabei. Fred geht bei der Feuerlöschübung erstmal debil grinsend zu dem komischen Kübel der inmitten einer Halle unter einer Riesenabzugshaube steht und denkt sich nix dabei, dass das eventuell schon ganz dezente Hinweise darauf sind, dass das nicht so die cleverste Idee von ihm ist. Mal ganz abgesehen davon, dass wir alle Schutzbrillen tragen sollen und auf einen Sicherheitsabstand aufmerksam gemacht wurden. Aber spätestens nachdem der Lehrgangsleiter den Bottich in Brand gesteckt hat und uns die Verpuffung zeigt die entsteht wenn man Benzin ein wenig zu lang vor sich hin verdunsten läßt, ja spätestens dann weicht Fred auch einen Schritt zurück weil er merkt: “Ui…Feuer is warm.”

Solch ein Schauspiel vollführt sich die Tage danach immer wieder. Fred entwickelt ein Talent dafür dahin zu schreiten wo Keiner stehen sollte und wo es eigentlich am Ungünstigsten ist.

Naja überlebt haben wir Alle…Fred auch.

So und jetzt zurück an die Arbeit…bei den Schwaben… -_-

Ich

Magermilchjoghurt und andere Geisseln der Menscheit 

Abgelegt unter: Allgemein on Donnerstag, Juni 19th, 2008 by Marinius | Keine Kommentare

Es hilft nicht wirklich mit relativ schlechter Laune in den Lidl zu gehen um einzukaufen. Am besten vermeide ich den Laden die nächsten 10 Millionen Jahre. Nicht wegen Protest gegen Überwachung, sondern weil es so scheisse schwer ist in dem Scheissladen Joghurt zu finden der das komplette ungesunde Arterienverstopfende Fett enthält, dass die Milch hergibt.

Aber wer kauft da den 0,1%igen Joghurt? Richtig die dicke kugelrunde Muddi mit dem Fettgebälg an der Hand…aber nicht so 5 oder 6 Packungen für düber die Woche…nee da muss es schon 2 Paletten haben, aber dann die mit Schokogeschmack…man will ja stilvoll gesund bleiben -_-. Wenn schon dick sein, dann wenigstens mit Anstand. Wenn man mir beim Lidl in den Wagen guckt weiss man wenigstens woher es kommt. Ketchup, Emmentaler oder Gouda gerieben, Fleischwurst, 2 Packen Spagehtti und dazu lecker Sahnejoghurt.

So jetzt gibts erstma Mittag…Gab coupons für McDoof im Stadtanzeiger…da würd auch kein magermilchjoghurt gegen helfen ;)

Ich

Für mehr Toleranz… 

Abgelegt unter: Allgemein on Montag, Juni 16th, 2008 by Marinius | 1 Kommentar

…für Audi A6-Fahrer.

Wir hatten jetzt dieses Wochenende das wunderschöne Vergnügen in nem dicken Protzwagen rumzufahren (Dienstreise der Frau bedingt) und ich bin dafür dass man den drängelnden und von hinten mit Lichthupe anrasenden Audi/Mercedes/BMW-Fahrern mehr Toleranz entgegen bringt.

Es ist schon sehr spannend zu merken wie man nur mal eben das Gaspedal antippt und auf einmal der Tacho jenseits der 220 zum stehen kommt, ohne dass man es gemerkt hätte. Da stört es einen schon sehr wenn vor Einem so ne Omma rechts ausschert nur weil sie mit popeligen 160 denkt dass sie gut vorankommt ;)

Ich werde zukünftig sicherlich nicht weniger oft rechts ausscheren nur um 160 statt 155 fahren zu können, egal ob da einer grad sein Aufblendlicht anwirft um freie Bahn zu bekommen, aber es wird natürlich ein bitterer Nachgeschmack bleiben.

Tschö

Willkommen zurück 

Abgelegt unter: Allgemein on Donnerstag, Juni 12th, 2008 by Marinius | Keine Kommentare

Moin, moin liebe Leute.
Jaja ich weiss ich habs mal wieder schleifen lassen.
Aber wo ich jetzt schon mal was schreib kann ich euch langsam auch mal davon berichten wie es mir denn mittlerweile so ergeht.

Also ich bin bei nem recht passablen Mittelständler untergekommen und darf seit März als Service-Ingenieur rumhüpfen. Eigentlich ganz spannend wenn die etwas langweilige Einarbeitungszeit nicht gewesen wäre. Am Anfang ganz spannend aber im Nachhinein hab ich doch bloß blöde dagestanden und hab anderen Leuten beim Pumpe zusammenbauen zugeschaut. Aufgemuntert hat mich eigentlich nur die Gewissheit, dass ich das auf gar keinen Fall jeden Tag für die nächsten 20 Jahre machen muss.
Mittlerweile bin ich an meinem endgültigen Büroplatz angekommen und bekomme langsam aber sicher endlich richtige Aufgaben für die ich eingestellt wurde. Naja mal abgesehen von letzter Woche, wo ich wieder in der Montagehalle stand und Pumpen gebastelt hab. Bei der Gelegenheit hab ich mir auch ne Beule geholt. Ja richtig gelesen, eine Beule. Normalerweise kriegt man Beulen nur im Alter von 4 Jahren wenn man im Kindergarten seine Kopf gegen den Kleiderschrank rammt weil man zu verpeilt ist mit 4 Jahren ordentlich umme Ecke zu laufen. Es war wirklich ein sehr schmerzvoller und aber auch absurder Moment für mich festzustellen, dass man selbst mit 24 noch Beulen bekommt wenn man sich den Kopf an nem 500kg schweren Kran rammt. Ich hätt ja erwartet ne ordentliche Wunde zu kriegen und dass mir das Blut gleich in nem Rinnsal die Stirn runterläuft…aber ne BEULE!!!! Wenigstens ein ordentlicher, männlicher Schädel-Basis-Bruch hätt da drin sein müssen…Nenene wo soll das nur enden?

Sich bei den Schwaben einzuleben ist gar nicht so einfach. Ich meine, wie soll man mit jemanden zurechtkommen, der sich für weltoffen und tolerant hält aber gleichzeitig jeden der aus’m Nachbardorf kommt als Fremden bezeichnet. Wenigstens brauch ich kein Heimweh haben, da mit mir noch 3 weitere Sachsen in der Abteilung arbeiten. Ah schönes sächsisch gegen den immergleichen dämlichen Singsang der Schwaben, mit ihren 25 “sch’s” pro Satz. Und dann regen die sich auch noch auf wenn ein Sachse nach 10 Jahre im Schwabenland immer noch sächselt…was soll er denn machen? Schwäbeln is nich und hochdeutsch versteht hier ja keiner…hier im Spätzleland.
Das mit den Spätzle ist übrigens kein Vorurteil, sondern die Wahrheit. Es gibt hier ständig und überall Spätzle zu Allem. Selbst wenn auf der Kantinenkarte Kartoffeln steht, gibt es immer Spätzle als Alternative. Maximal gibts Schupfnudeln, wenns mal keine Spätzle geben sollte.

Achja…und mein Lieblingsthema mit dem jeden Schwaben bis aufs Messer reizen kann: die Kehrwoche.
Die Kehrwoche ist die dämlichste und abartigste Erfindung die es geben kann. Von Klein auf werden die Schwaben so erzogen dass es das natürlichste der Welt ist am Samstag um 6 aufzustehen um Schnee zu schippen (Kehrwoche beschränkt sich ja nicht nur aufs Treppenhaus). Jetzt hab ich mal wieder die Putzanleitung an meinem ach so sympathischen Kehrwochenschild mit dranhängen. Beim ersten Mal hab ichs ja noch eingesehen, dass das Ding da mit dran hing, weil ich ja neu war. Aber jetzt? Warum schreiben sie nich einfach nen Zettel auf dem steht in welcher scheisskleinen Ecke ich ne fluse nicht aufgehoben und weggelutscht hab…zum kotzen. Und dann redet auch keiner mit Einem, aber alle sind sauer auf den Arsch aus Sachsen der das Treppenhaus nicht zum funkeln bringt. Muss mal so ne alte Dame im Haus anhauen was das soll.

Scheiss Schwaben

Ich

Hier guggen und so… 

Abgelegt unter: Neuseeland on Freitag, April 4th, 2008 by Marinius | 3 Kommentare

So…lange erwartet und doch nie hochgeladen. Hier sind endlich ein paar Bilder vom Ende der Welt zu bestaunen.

Hier schon mal ein Vorgeschmack auf die 3 grossen Kategorien unserer Bilder:

Zu allererst Bilder der Umgebung und der Natur:

Als zweites sinnlose Bilder und Herr der Ringe-Aufnahmen:

Wer erraet was der Fleck auf diesem Bild ist gewinnt uebrigens nen Preis ;)

Und zu guter Letzt die beste Kategorie von Allen: Ich beim Essen. (nichts fuer schwache Nerven)

wer auf diesem Bild errät was ich da ess bekommt keinen Preis…oder vielleicht doch…

Weitere Bilder und Reisebericht wird noch nachgeholt sobald die Frau das Tagebuch rausrückt ;)

Gruesse und bis spaeter

Mario

Guden Dach 

Abgelegt unter: Neuseeland on Donnerstag, Januar 24th, 2008 by Marinius | 2 Kommentare

Sooo…lange nix mehr geschrieben aber bin ja auch im Urlaub.

Neuseeland is eigentlich total fetzig. Tolles Land, nette Leute und echt guter Kaffee und an jeder Ecke trifft man Deutsche. Dabei muss ich immer an diesen Spruch denken den ich mal gelesen hab:

Ueberall auf der Welt findet man 3 Dinge: Marlboro, Coka Cola und Deutsche.

Dieser Spruch bewahrheitet sich leider nur allzuoft. Falls wir dann doch mal in einem Backpacker mal keine Deutschen treffen sollten, dann sind dann doch wenigstens Schweizer…und die reden echt kein deutsch…die reden irgendwas abartiges…

Achja…fuer diejenigen die nicht wissen sollten was ein Backpacker ist: Ein Backpacker ist ne Art Jugendherberge fuer Leute die mit Rucksack unterwegs sind. Leider entwickeln sich die Backpacker immer mehr zu einem billigen Urlaubsdomizil von Familien. Vorzugsweise Hartz 4 Familien die sich gerade mal den Flug erspart haben und jetzt kein Geld mehr haben fuer ne anstaendige Unterkunft. Son Backpacker lebt eigentlich von einem netten und hoeflichen Miteinander. Aber wenn dann so ne Family in dem ding abhaengt dann ist eben gleich einer der 2 Kuehlschraenke komplett mit Bier und Spaghetti-Sosse belegt. Das Problem dabei ist dass der eine Kuehlschrank aber gleich fuer 10 Mann gedacht war und nicht fuer den woechentlichen Beirvorrat von 4 Leuten.

Dabei faellt mir ein, im ersten Backpacker in Auckland waren auch nur Deutsche. Ich glaube insgesamt waren nur 2 Paerchen da die nicht des deutschen maechtig waren. Es war eigentlich wie in Frankfurt…also warum haben wir 2.500Euro ausgegeben um ans andere Ende der Welt zu kommen?

Richtig witzig sind dann natuerlich die Weiber die meinen zu zweit mit der besten Freundin durch Neuseeland is ne ganz tolle Idee um englisch zu lernen. Ganz besonders sinnvoll wird dies natuerlich erst wenn man sich nur miteinander unterhaelt (auf deutsch) und dann natuerlich in jedem Backpacker Bekanntschaft mit anderen deutschen Weibern die genau das Gleiche tun und man erstmal Erfahrungsaustausch betriebt (natuerlich auch in deutsch). Ach und da war da noch die eine haessliche die alleine durch Neuseeland reist und jedem erzaehlt dass Neuseeland nicht mehr das ist was es vor 15 Jahren noch war. Ja ne is klar. Hat sich ja auch so viel getan in Neuseeland. Die Berge sind gewandert und die Einheimischen sehen auch alle ganz anders aus als damals…naja werden ja auch nicht juenger…

Im Grunde gibt es 4 Arten von Backpackern:

Die Alleinreisende: Ist haesslich und hat einfach Keinen gefunden der mit ihr wegfahren wollte.

Die allerbestesten Freundinnen: Machen Urlaub in Neuseeland, gesponsort von Mami und Papi um ihr englisch zu verbessern und verplempern ihre Zeit mit deutsch reden und unter den maennlichen Backpackern liegend.

Das Paerchen: Reist zusammen durch Neuseeland um sich alles anzusehen, Fotos zu machen und dann daheim die Verwandtschaft und Bekanntschaft gruen vor Neid anlaufen zu lassen. Vorzugsweise hat natuerlich einer der Partner seinen Job fuer die Reise aufgegeben, findet dass aber nicht schlimm da man ja bei der rosigen Arbeitsmarktlage im Osten Deutschland ja auf jeden Fall wieder ne Anstellung als Dachdecker findet.

Achja, die vierte Kategorie sind dann die Auslaender, also nicht-Deutsche. Die haben dann auch dieselben Unter-Kategorien aber diese dann nicht so ausgepraegt.

Soviel zum Urlaub bisher…auszuege ausm Tagebuch und Bilder von der Reise gibts spaeter wenn ich wieder in Deutschland bin

Bis dahin

So long

Mario

Gestern… 

Abgelegt unter: Weltschmerz on Dienstag, Dezember 4th, 2007 by Marinius | Keine Kommentare

Ja…gestern…gestern war ein Tag der sollte in die Geschichte schlechter, mieser Tage aufgenommen werden. Man stelle sich einen Montag vor. Montage sind ja generell schon die schlechtesten Tage der Welt, da sie den Anfang der Woche und das Ende des Wochenendes markieren. Dazu stelle man sich einen Himmel vor der in seiner Gänze dem Schwarz im Fingermalkasten eines Vorschulkindes Konkurrenz machen könnte. Dieser Himmel nun feierte seine Existenz vom frühen, frühen Morgen an zu dem ich aufzustehen das Vergnügen hatte, bis zu dem späten, späten Abend an dem ich mich dann doch letztendlich entschlossen habe mich zu Bett zu legen. Desweiteren stelle man sich jetzt vor dass aus eben jenen rabenschwarzen Wolken immer genau dann der Wolkenbruch des Jahrhunderts hervorbrach wenn ich mal mein Gesicht aus der Tür steckte. Um mein Gemüt und meine Stimmung in Zeiten solch wettermäßigen Sinnlosigkeiten besser zu verstehen, versetze man sich in die Situation an jenem Tage 2 Arbeitgeber abzuklappern und danach noch in der vollbesetzten und geräusch- und geruchsbelasteten Uni-Bibo an seiner Diplompräsentation zu basteln. Dies alles in Kombination stelle man sich nun für einem Zeitraum von 10 Stunden vor.

Haben alle dieses Bild und die Grundstimmung drauf? Ja? Gut!

Jetzt stelle man sich bitte vor es ist 19:30 Uhr, also eine halbe Stunde vor Plus’ Geschäftsschluss. Und man stelle sich vor, dass man sich erinnert dass man ja noch Zahnpasta und Milch braucht um gut in den morgigen Tag zu starten…Zahnpasta…ich möchte das nochmals hervorheben und betonen. Ich bin also um 19:30 etwas hektisch aus der Bibo gekommen um noch rechtzeitig Zahnpasta zu kaufen. Ich meine die Milch ist ja legitim, Milch ist lecker und hilft den Tag zu überstehen. Aber Zahnpasta liegt auf der untersten Existenzebene dieser unseren Welt am Boden der Handtasche der fettesten und Existenzgrundlagenentzogensten Frau eben jener untersten Existenzebene, direkt neben dem Sand der sich immer in solchen Taschen ansammelt. Und wie dieser Tag eben war, fing es in eben diesem Moment tierisch an zu schiffen, als ich aus der Bibo komme. Ich stürme also durch Wind und Regen um eben jene Sinnlosigkeit zu besorgen.

Ich schiebe derzeit Hass auf meine Zahnpastatube…

Die Zahnpasta ist eine weitere Geißel der Menschheit und muss vernichtet werden.

Ich

Da is das Licht 

Abgelegt unter: Unität on Montag, Oktober 29th, 2007 by Marinius | Keine Kommentare

Joa…da isses endlich. Das Ende. Die Diplomarbeit ist entgegen aller Erwartungen meinerseits und ganz speziell entgegen den Erwartungen meines Nervenkostüms, doch noch fertig geworden. Gerade eben ging mir die letzte Zeile durch die Finger und ab jetzt wird nur noch korrigiert. Alles was jetzt noch unlogisch erscheint, muss in der Verteidigung logisch gemacht werden.

Beim Schreiben ist mir mal wieder schmerzlich klar geworden, dass ich extrem gut darin bin zeitnah zu arbeiten. Es geht doch nichts über die Kreativität durch den zeitlichen Druck einer doch extrem wichtigen Deadline. Einerseits verfluche ich diese Eigenschaft an mir alles so lang stehen zu lassen bis es dringlich wird, aber andererseits haut es ja auch immer hin und ich hab genug Entspannung vorher, statt den Nachbereitungsstress für längere Zeit nachher.

Zeitnah ist auch irgendwie DAS neue Modewort überhaupt: “Bitte übersenden Sie uns Ihre Unterlagen möglichst zeitnah” “Nehmen Sie bitte zeitnah mit mir Kontakt auf.” Schrecklich…werd ich mich gegen wehren und zeitnah nur in Verbindung mit Arbeit verwenden.  Obwohl es klingt ja schon höflicher als “Gib uns die Scheiss Unterlagen und zwar heut noch…”

Allerdings hab ich durch diese zeitnah-DA-schreib-Erfahrung ein paar Dinge erfahren:

Ich halte es doch eine recht längere Weile aus, abends saufen zu gehen und morgens um 8 aus’m Bett zu schleichen um dann um 10 schon wieder kreativ zu sein

Andererseits kann ich meist abends vor Gedanken und Schreibideen meist keine Ruhe vor 2 Uhr nachts finden…Doch dank Baldrian-Pillchen (Danke Oli ;) ) ging das in Griff zu kriegen

Samstags von 9-15 Uhr ist die Bibo überrannt von Asiaten. Und die Ruhe die es hier die Woche über geht gibts dann hier auch irgendwie nicht…Wochenende is Ausnahmezustand in der Bibo…schrecklich…

Da ich Stress aber nicht so gut vertrage, werd ich glaub am Donnerstag wenn ich die Arbeit endlich los bin, erstmal in nen Loch fallen und mich 2 Tage nicht duschen und nur im Radius der Couch bis zum Klo bewegen…mehr is da nich…Wie manche Menschen sowas längerfristig aushalten is mir’n Rätsel. Blöd nur dass ich am Montag danach auch erstma wieder Vorstellungstermin hab…also doch duschen…Damn

Jetzt muss erstmal noch Korrektur gelesen werden. Dabei hilft es nicht, dass ich ganz genau weiss was ich geschrieben hab und mich eigentlich nicht die Bohne interessiert ob die Buchstaben alle in der richtigen Reihenfolge sind oder nicht…und es hilft ganz sicher auch nicht, dass irgendwie jeder in der Bibo heute nach Weichspüler stinkt…

Ich

Die Rückfahrt 

Abgelegt unter: Allgemein on Freitag, Oktober 26th, 2007 by Marinius | Keine Kommentare

So…hier mal noch der quasi zweite Teil meines “Tagebuch”-Eintrages von gestern:

So…Rückfahrt nach Freiberg. Nach kurzer Organisation mit der Familie werde ich heute nachmittag, nach kurzem Aufbautraining beim Reifenwechsel, weil kann ja nich mit Sommerreifen rumfahren wenns Herbst ist…ist ein Ding der Unmöglichkeit quasi, wieder im Besitz eines fahrbaren Untersatzes, welches wohl nach Aussagen einiger, mittlerweile toter, kluger Köpfe von Geisterpferden angezogen wird. Ach ich mag Schachtelsätze. Wem is aufgefallen, dass das alles nur 1 Satz war? ^_^

Jedenfalls sitze ich mal wieder im ICE und freue mich über sommerliche 15°C die aus der Klimaanlage strömen. Ich glaube die Deutsche Bahn möchte uns Allen damit einen Dienst erweisen, indem sie alle Mitreisenden ein wenig mehr abhärtet. Wer an den Folgen einer 5-stündigen Fahrt in einer Kühlkammer nicht stirbt, hat was für’s Leben und was was er vererben kann.

Bei meinem Vorstellungstermin habe ich übrigens eine neue sehr lustige Strategie beim Einstellungsgespräch kennengelernt. Ein Rollenspiel, indem ich mich darum kümmert musste innerhalb von 3 stunden ewig viele Termine wahrzunehmen, zu delegieren oder zu verschieben. War wirklich sehr interessant und mal was Neues, neben dem “Jo, rasseln sie ma ihren Lebenslauf runter”-Gefasel.

So der Abgabetermin meiner DA rückt immer näher und irgendwie weigert sie sich allein zu schreiben.

Gudd machen

Ich

P.S.: Gerade als der Schaffner durchging, ist mir aufgefallen, wie laut ich grad System of a down hör…ich weiss nicht obs meine Reisegefährten auch so freut wie mich, aber is mir eigentlich auch egal…ich hab 40€ für die Zugfahrt bezahlt, da darf ich auch Schutz durch die Bahnmitarbeiter gegen einen wütenden Mob erwarten. ^_^